Frühlings Erwachen

Frühlings Erwachen

14+

nach Frank Wedekind (1864–1918)

Pathos, Sex, Musik, Sehnsucht, Neugier, Schmerz, Liebe: Jugendliche erleben alles extremer; die ganze Welt ist für sie mit Intensität aufgeladen. Totale Verunsicherung und totale Gewissheit, Einsamkeit und Verbundenheit, Verletzlichkeit und Aggressivität stehen in diesem Alter oft unmittelbar nebeneinander. Darum geht es in Wedekinds berühmtem Klassiker. Er erzählt von jungen Menschen, die alles radikal in Frage stellen und zugleich nach Orientierung suchen. Die sich nach Freiheit sehnen und zugleich einem großen Druck durch die Gesellschaft ausgesetzt sind: erfolgreich zu sein, sich an die vorgegebenen Rollenschablonen anzupassen. Und plötzlich werden diese Jugendlichen Teil einer Tragödie: Moritz Stiefel zweifelt an allem und besonders an sich selbst. Sein Körper und die Liebe sind ihm unheimlich. Die Erwartungen der anderen glaubt er nicht erfüllen zu können. In der Schule kommt er nicht klar, das Leben erscheint ihm zu schwer. Sein Freund Melchior dagegen hat keine Probleme mit den Zensuren und den Mädchen. In cooler Pose gibt er den Weltverächter. Seine Liebesgeschichte mit der neugierigen Wendla geht trotzdem komplett schief.
Die Inszenierung nimmt Wedekinds Text als Ausgangspunkt, um das Stück aus heutiger Perspektive zu befragen und neu zu erzählen. Dabei arbeitet sie stark mit musikalischen, improvisatorischen und choreographischen Ausdrucksformen, physischer Intensität und dem Einsatz von Video.

„Actionreich und mitreißend wird die stark gekürzte Handlung präsentiert, die Spielweise changiert zwischen Realismus und Künstlichkeit. […] Das Faszinierende an dieser Inszenierung sind die Tempo- und Stimmungswechsel. […] Wie ein Teenager auf der Gefühlsachterbahn erlebt das Publikum Ausgelassenheit, Schüchternheit, Verliebtsein, Begehren, Wut, Trauer, Angst und Freude in rasanter Abfolge. Wer noch weiß, wie es sich anfühlt mit 13, 14, 15, wird sich hier wiederfinden. Und wer es vergessen hat – der sollte sich erinnern lassen!“
(Oberhessische Presse 16.02.2015)

Spielstätte: Black Box – Theater am Schwanhof






I’m living in an age
That calls darkness light
Though my language is dead
Still the shapes fill my head

I’m living in an age
Whose name I don’t know
Though the fear keeps me moving
Still my heart beats so slow
Arcade Fire, “My Bode Is A Cage”




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Theaterpädagogische Angebote


Premiere 13.02.2015

Regie

Annette Müller


Musikalische Leitung

Michael Lohmann


Ausstattung

Annette Müller, Oliver Kostecka


Dramaturgie

Christopher Hanf



Besetzung

Alexander Peiler, Ayana Goldstein, Johannes Eimermacher (a.G.), Roman Pertl, Victoria Schmidt


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