Bartleby!

Bartleby!

Eine Intervention von Dirk Raulf und Martin Schulze
nach Herman Melville

Was, wenn es dir gleichgültig wäre? Beobachtet zu werden. Kommentiert zu werden. Erwartungen zu erfüllen. Erwartungen zu enttäuschen. Jobs zu erledigen. Jobs hinzuschmeißen.

“Ich möchte lieber nicht.” Bartlebys berühmt gewordener Satz bringt in Herman Melvilles Erzählung (1853) nicht nur einen Anwalt aus dem Konzept und dessen Kanzlei aus dem Takt. Dieser Satz scheint mehr zu sein, als ein Symptom der Ohnmacht gegenüber alternativlos erscheinenden Verhältnissen: eine Formel von revolutionärer Kraft, die gegen jene Verhältnisse angewendet wird. Und so schleicht sich Bartleby als Säulenheiliger des passiven Widerstands immer wieder in den politischen Diskurs zurück. Doch tun wir ihm damit Recht und steht sein Satz uns heute überhaupt zur Verfügung?

Spielstätte: Black Box, Theater am Schwanhof


Premiere 14.01.2017

Regie

Martin Schulze


Ausstattung

Silvie Naunheim


Musik

Dirk Raulf


Dramaturgie

Matthias Döpke



Besetzung

Lene Dax, Insa Jebens, Michael Köckritz (a.G.), Karlheinz Schmitt


zurück